Aufgrund der dramatisch gestiegenen Preise für Heizöl und Erdgas ist ein Umdenken in der Energiepolitik inbesondere für den wärmeintensiven Gartenbau notwendig. Hinzu kommt, dass bei der Verbrennung von Heizöl oder Erdgas, das vor Millionen von Jahren gebundene CO2 wieder in die Atmosphäre emittiert wird. Wir präferieren hierzu eine Umstellung unseres Primärenergieträgers auf Biomasse. Die Umwelt profitiert zusätzlich. Aus Pflanzen gewonnen, setzen Produkte aus pflanzlichen Rohstoffen nach Gebrauch bei ihrer Verbrennung oder bei der Kompostierung immer nur die Menge an CO2 frei, die sie während des Wachstums der Atmosphäre entnommen haben. Im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen sind sie dadurch weitgehend CO2-neutral; die Stoff- und Energiekreisläufe sind de facto geschlossen. Ihre Verwendung kann somit helfen, den sich verstärkenden Treibhauseffekt abzumildern und globalen Klimaveränderungen entgegenzuwirken.

Biomasse wird maßgeblich zu zukünftiger Energieversorgung beitragen. Gut 17 % des heutigen Bedarfs an Wärme und Strom können in Zukunft allein aus Biomasse abgedeckt werden. Holz, Energiepflanzen, Stroh und Biogas bieten das Potenzial, einen erheblichen Teil unserer Energie nachhaltig, klimaneutral und verhältnismäßig kostengünstig zu erzeugen.

Derzeit prüfen wir mit verschiedenen Anbietern alternative Möglichkeiten zur Umstellung unseres Wärmebedarfs auf einen Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen. Als interessanteste Variante zeigt sich hierbei die Wärmeversorgung mittels eines Blockheizkraftwerkes auf Pflanzenölbasis. Der im BHKW erzeugte Strom wird in das Netz des örtlichen Stromversorgers eingespeist. Die dabei gleichzeitig entstehende Abwärme wird zur Beheizung der Gewächshäuser genutzt. Dies ist CO2 neutral und reduziert damit die beim Verbrennen von Öl oder Gas entstehenden klimaschädlichen Abgase. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.